Reisen

SCHÖNE HEIMAT: KAHNFAHREN IM SPREEWALD

22. September 2017

Das Gute kann so nah sein. Als ich 18 war, konnte ich gar nicht schnell genug von zuhause raus kommen – nicht, weil ich nicht gerne zuhause war (ganz im Gegenteil, ich liebe mein Zuhause solange ich mich erinnern kann inständig), aber weil ich endlich der Brandenburger Einöde enkommen wollte und die große, weite Welt (Potsdam. Nicht so groß und nicht sehr weit weg.) sehen wollte. Uni statt Schule. Nähe zu Berlin, statt Nähe zum Spreewald.

Heute bin ich froh, wenn ich die Zeit finde, für ein paar Tage in die Heimat zu fahren und Cottbus, Brandenburg und Co. neu entdecke. Umso glücklicher war ich, als ich vor einigen Tagen endlich wieder in den Spreewald kam. Denn das Gute kann so nah sein…

Der Spreewald ist für mich als geborene Cottbuserin sowas wie der große Vorgarten, der irgendwie immer vernachlässigt wurde.

Als Kind hieß es ständig “Ab auf’s Fahrrad, Kind, und dann zum Paddeln in den Spreewald.” Unzählige Wandertage habe ich nach Burg/Spreewald, Lübben oder Lübbenau unternommen, ohne es wirklich geschätzt zu haben. Und später, als Erwachsene, bin ich höchstens dann in den Spreewald gefahren, wenn es wieder einmal höchste Zeit für Entspannung und somit für die Spreewald-Therme wurde (die ich übrigens nur wärmstens empfehlen kann. Im wahrsten Sinne des Wortes.)

Aber jetzt! Jetzt habe ich mir die Zeit genommen, die wunderschöne Natur die meine Heimatstadt einrahmt auch wieder einmal zu würdigen und bin kurzerhand mit meinen Großeltern (DIE Zielgruppe der Spreewaldtouristen) nach Burg gefahren um dort ein Kahnfahrt durch die kleineren und größeren Fließe zu machen.

Los geht’s

Vom Hafen Waldschlösschen (und auch etlichen anderen Häfen) kann man sehr gut starten. Die ca. zweistündige Kahnfahrt ist mit 12€ pro Person ziemlicher Durchschnitt, was Preis, Länge und Publikum angeht: Vor allem Renter aller Nationalitäten sind auf den Kähnen unterwegs und bewundern die Natur rund um die Kauperinsel. Auf dieser darf übrigens nicht mehr gebaut, nur noch renoviert werden. Libellen, Enten, und Wasserläufer sind ständiger Begleiter auf der wirklich ruhigen, besinnlichen Fahrt, die mir so, so gut getan hat, in meinem sonst doch ziemlich stressigem Alltag. Wenn man Glück hat, kann man aber auch die ganze Bauernhofpalette erleben: Kühe, Schweine, Schafe, Hunde, Katzen und mit Glück auch Ponys und sogar Störche.

Und was lernen wir daraus? Enjoy the little things in life. Ich sollte viel öfter in den Zug steigen und Kahnfahrend die Seele baumeln lassen.


Was gibt es bei euch in der Nähe, das ihr viel mehr schätzen solltet?

XOXO Anni

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2 Comments

  • Reply Lisa 3. Oktober 2017 at 11:14

    Im Spreewald war ich vor ein paar Jahren mal Kanu fahren, weil die Eltern von einer Freundin in der Nähe von Cottbus wohnen. Es war so super schön. Dieses Jahr war ich mit meinem Freund mit dem Kajak fahren auf der Mecklenburgischen Seenplatte und die Natur war einfach der absolute Wahnsinn, sodass ich das sehr gerne nochmal wiederholen möchte.

    • Reply ANNI PASTEL 3. Oktober 2017 at 12:05

      Ich sollte das definitiv auch öfter machen. Ich bin ja auch relativ oft bei meinen Eltern, vor allem während der Sommerferien fahre ich öfter mal in die alte Heimat, aber ich nutze es viiiiel zu selten. Das nehme ich mir für den nächsten Sommer fest vor! 🙂

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