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TRAVELGUIDE | 5 THINGS TO DO IN TENERIFE

28. September 2017

Teneriffa war eine Notlösung. Wir beide, mein Freund und ich, wollten eigentlich nicht nach Teneriffa. Nicht heiß genug, schwarzer Sand und wirklich etwas unternehmen kann man dort ja auch nicht. Aber es war erschwinglich und deckte sich mit dem, was wir für unseren Sommerurlaub wollten. Und außerdem war ich ja auch schon auf Lanzarote und Fuerteventura und dort war es immerhin auch nicht unangenehm.

Also wurden die Koffer gepackt, das Flugzeug bestiegen und ab ging es nach Puerto de la Cruz, dem Ferienort im Norden der Insel. Ankommen mitten in der Nacht. Zimmer beziehen. Schlafen gehen und hoffen, dass es morgens bei Sonnenschein schön werden würde. Aber es gab keinen Sonnenschein; Stattdessen eine dicke Wolkendecke, die den ersten Eindruck ein kleines bisschen trübte. Immerhin warm war es. Nicht heiß, aber schön angenehm und absolut tauglich, um im Meer baden zu können.

UND TROTZDEM würde ich jederzeit wieder Urlaub auf Teneriffa machen, denn diese Insel ist so unsagbar schön und vielseitig und hat uns dazu gebracht, uns auf der Stelle in sie zu verlieben! Würdet ihr mich fragen, welche Tipps ich euch für einen gelungenen Urlaub geben würde, würde ich euch diese geben:

1. TEIDE NATIONALPARK

Wer sich vor dem Teneriffa- Urlaub auch nur eine Minute mit möglichen Ausflugszielen beschäftigt, findet natürlich sofort DAS Highlight der Insel: Einen Besuch auf dem Teide, dem höchsten Berg der Insel (und der gesamten Kanaren). Hoch kommt man mit der überteuerten Seilbahn oder indem man wandert. Beides nicht unseres. Weder wollten wir 27€ pP für eine Fahrt ausgeben (und hätten es auch nicht gekonnt, weil das im Vorfeld hätte reserviert und gebucht werden müssen) noch bei 37°C die veranschlagten fünf Stunden wandern. Dennoch hat sich der Ausflug in den Teide Nationalpark und bis zur Station der Seilbahn gelohnt.

Die Fahrt – in unserem süßen Miet VW Polo – von Puerto de la Cruz aus ist schon ein Highlight für sich: Es geht durch winzige Dörfer, durch Wälder, vorbei an atemberaubenden Aussichtspunkten bis in den Nationalpark der einem so ein bisschen das Gefühl gibt, auf dem Mond gelandet zu sein. Sand und Felsen und Felsen und Sand. Und zwischendrin die eine oder andere freche kleine Eidechse. Und dann zurück. Wunderschön, aber gefährlich für den Akku der Kamera, der sich hier so viele Motive bieten.

  1. LOS GIGANTES

Auch ein Klassiker. Einer, der seinen Ruf verdient. Los Gigantes ist beeindruckend wie kaum etwas, das ich bisher gesehen habe. Man fühlt sich so klein und bewundert doch gleichzeitig, was die Natur an Wundern hervorbringt. Die Felsen der Steilküste fallen beinahe 500m senkrecht ins Meer ab und lassen alles und jeden davor winzig erscheinen. Zudem ist das Wasser glasklar und bietet sich geradezu an, schnorcheln zu gehen. Verknüpft haben wir den Ausflug dorthin mit einer Tour auf dem Katamaran von der Costa Adeje aus, in der Hoffnung Delfine und Wale zu sehen. Beides konnten wir am Ende des Tages abhaken plus einen Zusatz hinzufügen: Schildkröten. Ja, ich glaube sie waren mein Highlight, noch vor Flipper und Moby Dick (bzw. seinen sehr, sehr viel kleineren Freunden).

  1. MASCA SCHLUCHT

Wandert man vom Dorf Masca einmal durch die Masca Schlucht, trifft man sie wieder: Die Felsen von Los Gigantes. Sie sind das Ziel, der Punkt der einem sagt „Toll, du hast es geschafft.“ Denn einfach ist die Wanderung durch die Masca Schlucht für Ungeübte nicht. Links geht es steil 20m runter, rechts gibt es nichts zum Festhalten und der Weg in der Mitte ist so breit wie der Fuß meines Freundes. Und trotzdem war dieser Ausflug der mit Abstand inspirierendste des Urlaubs. Glaubt man nämlich vom Wasser aus schon die Felsen von Los Gigantes einschätzen zu können, so ist es noch einmal etwas gänzlich anderes, wenn man zwischen ihnen steht und hochsieht. Ein Erlebnis, das sich einbrennt und von dem man zehrt, wenn man es braucht.

Etwa 4,5 Stunden braucht man bei normalem Tempo, zwei bis drei Fotopausen (Pipipausen gestalten sich auf diesem Toilettenlosen Weg übrigens schwierig) und viiiiiielen Pausen, in denen man einfach nur steht und staunt von Masca bis zum Strand. Wanderschuhe sind ein Muss, Wanderstöcke ratsam und an genug Trinken sollte man auch gedacht haben. Nur die Höhenangst sollte man eventuell zuhause lassen.

cof

  1. ANAGA GEBIRGE

Wie wächst eigentlich die Lorbeerpflanze? Als Busch? Kleine Kräuter? Nie darüber nachgedacht? Ich auch nicht. Aber weil ihr bestimmt darauf brennt es zu wissen: An Bäumen. In Wäldern. Im Anaga Gebirge. Auch dieses sich so komplett vom Teide unterscheidende Gebirge ist ganz leicht mit dem Mietwagen zu erreichen und lockt einen in den Wald, den die Gebrüder Grimm im Kopf gehabt haben müssen, als sie von Märchenwälder sprachen. Es riecht betörend nach Lorbeer, ist herrlich kühl und so dunkel, dass sich die Augen mal vom Sonnenschein erholen können. Das volle Kontrastprogramm zu allem anderen der Insel, was wir erlebt haben.

Auch hier kann man wieder wandern. Oder spazieren, die Softie- Variante sozusagen. Eine gute Stunde sind wir durch die Wälder spaziert, haben die Gedanken schweifen lassen und mit allen Sinnen genossen, was dieses kleine Fleckchen Erde uns da bietet.

  1. PUERTO DE LA CRUZ

Ja, da muss ich mich mal selber loben. Mit Puerto de la Cruz habe ich absolut die richtige Wahl getroffen, als es darum ging, den besten Ort auf Teneriffa auszusuchen. Klein, aber nicht zu klein. Ein bisschen touristisch aber hauptsächlich typisch kanarisch. Bunt und spannend. Und auch die schwarzen Strände haben wir nach dem Nachhausekommen vermisst. Zugegebenermaßen ist das Wetter Gewöhnungssache. In zwei Wochen Urlaub hatten wir nur gut drei Tage Sonne, aber da wir ja ohnehin so viel auf Achse waren, hat uns das nun am wenigsten gestört. Ob baden, shoppen, essen oder Kultur der Wunsch des Tages war, man konnte ihn bedienen.

Umgeben von Bananenplantagen und Bergen, sind wir jeden Abend stundenlang spazieren gewesen. Nur die typischen Touristenattraktionen haben wir nicht besucht, aber das ist meiner Meinung nach auch wirklich kein Muss.


Wart ihr schon einmal auf Teneriffa? Wie hat es euch gefallen?

XOXO, Anni

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