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FOOD GUIDE WIEN

28. April 2018
Kaiserschmarrn im Café Central
Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung wegen Orts- und Markennennung.

Wien ist eine Stadt für Genießer. Sowohl die Stadt selbst lädt zum Genießen und Lustwandeln ein, aber natürlich lockt auch das Wienerische Essen jedes Jahr tausende Touristen an. Weil die Auswahl aber so riesig ist, habe ich heute meinen persönlichen Food Guide für Wien für euren Städtetrip. Einen Food Guide für Wien zu erstellen, war ganz weit oben auf meiner To-Do-Liste, schon während wir dort im Urlaub waren. War es vor dem Urlaub nur eine fixe Idee, wusste ich schon nach einem Tag in Wien, dass sich ein Food Guide hier absolut lohnen wird. Das Angebot ist riesig, deshalb notiere ich euch auch noch die Restaurants und Cafés, in die wir es nicht mehr geschafft haben, die uns aber mehrfach empfohlen wurden.

Food guide für Wien: FRÜHSTÜCKEN
Erich:

Das Erich und Ullrich liegen nicht nur ganz nah beieinander in der Nähe des Museumsquartiers, sondern gehören wohl auch zusammen. Am ersten Tag entschieden wir uns für das Erich, einfach aus dem Grund, weil am Samstagmorgen im Ullrich absolut kein Platz mehr zu bekommen war. Auf den ersten Blick wirkt das Erich eher wie eine Bar (was es am Abend auch ist) und kommt eher dunkel und urig daher. Nicht unbedingt das, was ich beim Frühstücken bevorzuge, aber da es zum draußen sitzen doch noch viel zu kalt war und ich so viele positive Bericht über das Erich gelesen hatte, entschieden wir uns zu bleiben. Wir wurden nicht enttäuscht.

Da auch das Erich ziemlich voll war, bot man uns zunächst einen Platz an der Bar und ein freies Glas Wasser an, ehe wir nach ca. zehn Minuten einen Platz hinten im Café bekamen. Es ist ziemlich eng dort hinten, also versucht nach Möglichkeit einen Platz im vorderen Bereich des Erichs zu bekommen.

Die Karte ist übersichtlich, bietet aber definitiv für jeden Geschmack etwas. Zur Auswahl standen zum Beispiel Kaiserschmarrn, Porridge, Acai Bowl oder Croissants mit Pflaumenmus für die Leckermäuler, oder ein herzhaftes Frühstück mit Vollkornbrot und Bacon, Brioche mit Ei und Babyspinat, eine Breakfast Bowl mit Avocado und Champignons oder Breakfast Tacos mit Omelette, Speck und Avocado. Preislich liegen die Gerichte zwischen 4,-€ für Porridge und ca. 10€ für die weiteren Gerichte. Ich entschied mich für letzteres und wurde absolut nicht enttäuscht.

Bekannt ist das Erich auch für seine tollen Säfte und Detox Smoothies. Da wir jedoch durchgefroren dort ankamen, haben wir sie nur auf fremden Tischen bewundert aber selbst nicht getrunken. Die Smoothies sind mit ca. 5€ allerdings auch preislich voll im Rahmen.

Frühstück im Erich

Frühstück im Erich

Ulrich:

Das Ullrich erinnert viel eher an ein typisches Frühstücksrestaurant, wie man es auch aus anderen Städten kennt. Nicht besonders stylish aber sehr hübsch. Leider konnten wir jedoch auch hier die tolle Terrasse mit Blick auf die Kirche witterungsbedingt nicht nutzen. Stattdessen wurden wir wieder in einer der hinteren Ecken platziert. Auch hier gilt: Je weiter vorne im Restaurant der Platz, desto hübscher.

Das Frühstücksangebot ähnelt dem des Erich, ist insgesamt allerdings etwas bodenständiger. Brötchen mit Honig und Marmelade, Frühstückssandwich, Porridge, Granola oder Omelette sind die Klassiker der Karte. Ich entschied mich für ein Avocado-Brot mit Kräuteromelette, mein Freund für ein Standardfrühstück mit Wurst, Käse und Brötchen. Preislich ist es wie das Erich. Auch hier tranken wir wegen der kalten Außentemperaturen aber keinen Smoothie.

Müsste ich mich zwischen beiden entscheiden, würde ich aber immer wieder eher ins Erich gehen. Das Angebot hat uns besser gefallen und das Ambiente war weniger touristisch.

Frühstück im Ullrich

Oberlaa:

Das Oberlaa und auch das folgende Frühstücksrestaurant bzw. Café haben wir nicht ausprobiert. Da sie mir im Vorfeld aber so oft empfohlen wurden, möchte ich sie gerne mit in meinen Foodguide für Wie mit aufnehmen.

Das Oberlaa ist eine der Traditions– Konditoreien der Stadt und findet sich in 10 Bezirken der Stadt. Wie es sich für eine gute Konditorei gehört, gibt es hier natürlich vor allem leckere Kuchen und Torten zum Kaffee.

Jonas Reindl:

Jonas Reindl liegt direkt an der Votivkirche, und damit super zentral in der Nähe der Uni. Das Café sah beim Blick durch die Fenster sehr einladend aus und war voller junger Leute, die bei Sandwiches, oder Kuchen an ihren Laptops arbeiteten. Irgendwie versprühte das Café einen ganz kreativen Charakter. Berühmt ist das Café für seinen erstklassigen Kaffee und seine hochwertigen Lebensmittel, die es von lokalen Bäckereien und Tortenmanufakturen bekommt. Würde ich nochmal nach Wien reisen, würde ich definitiv dort essen gehen.

Mon Dieu für einen Tagesausflug nach Bratislava

Solltet ihr von Wien aus für einen Tag in das nur 1h entfernte Bratislava in der Slowakei reisen, dann geht UNBEDINGT im Mon Dieu essen. Dort, direkt in der Altstadt, habe ich das beste Frühstück der letzten Jahre gegessen. HIER könnt ihr nachlesen, warum ich davon so schwärme. Etwas in Food Guide für Wien hineingeschummelt ist es ja schon, aber ich träume noch immer von diesem Frühstück.

Frühstück im Mondieu in Bratislava

Frühstück im Mondieu in Bratislava

 

Foodguide für Wien: Kaffeehaus – Kultur und Tortenwahnsinn
Café Central

Zugegeben, alle drei Café – Tipps, mit denen ich hier um die Ecke komme, sind absolut keine Geheimtipps. Vielmehr werdet ihr sie sogar wahrscheinlich in jedem Reiseführer finden, den man kaufen kann. Und günstig ist keines der drei Cafés. Wieso also habe ich sie dennoch in meinen Food Guide für Wien mit reingenommen? Weil es Cafés mit Tradition sind, die die Wiener Kaffeehauskultur nicht nur repräsentieren, sondern eigentlich deren Fundament sind. Und deshalb haben wir uns den Besuch in diesen drei beliebten Cafés nicht nehmen lassen und es absolut genossen.

Das Café Central liegt in direkter Nähe zur Hofburg und ist wahrscheinlich neben dem Hotel Sacher (das uns so überhaupt nicht angesprochen hat) das bekannteste in Wien. Wir waren am Wochenende vor Ostern an einem Samstag dort und ziemlich schockiert über die Schlange vor dem Café. Niemals würde ich mich in Berlin für ein Stück Kuchen und Kaffee irgendwo anstellen, aber als Tourist macht man ja manchmal verrückte Dinge. Nach etwa 15 Minuten waren wir im vollgefüllten Café, platziert von einem Ober, und bestaunten die wunderschöne, sehr klassische Einrichtung des Kaffeehauses. Unglaublich toll. Nach einem ersten Blick in die Kuchenvitrine und einem zweiten auf die Teller der um uns herum sitzenden Gäste, entschieden wir uns für einen österreichischen Klassiker: Kaiserschmarrn mit heißen Zwetschgen. Noch nie habe ich so leckeren, so fluffigen Kaiserschmarrn gegessen.

Mein Freund und ich haben uns übrigens eine Portion geteilt, so wie es uns im Vorfeld in einem anderen Food Guide für Wien empfohlen wurde. Eine gute Wahl, denn die Portion war wirklich riesengroß. Preislich fällt das Café Central nicht aus dem Wiener Rahmen. Pro Kaffee kann man ca. 5 – 6,- € rechnen, der Kaiserschmarrn kostete etwa um die 10,-€. Normale Preise im teuren Wien (oder für mich mit günstigen Preisen verwöhnte Berlinerin).

Kaiserschmarrn im Café Central

Café Demel

Das Café Demel war mein absoluter Favorit. Ebenfalls gelegen an der Hofburg befindet sich im ersten Stock die Manufaktur und ein Shop, in dem ihr die Köstlichkeiten des Hofbäckers Demel erwerben könnt. Im zweiten Stock dann sitzt man in kleinen, miteinander verbundenen – und sehr an das Schloss Schönbrunn erinnernden – Räumchen auf plüschigen Chaiselongues und mit Samt bezogenen Stühlen an liebevoll dekorierten Tischen. Ich habe mich wie Sisi höchstpersönlich beim Essen meiner Sachertorte gefühlt. Ich muss zwar zugeben, dass Sachertorte und ich wohl keine Freunde mehr werden – dafür bin ich zu sehr Team Obst – aber trotzdem war dieses Stück Kuchen unglaublich lecker und gehört natürlich in einen Food Guide für Wien.

Sachertorte im Café Demel

Café Residenz

Das Café Residenz besticht durch seine Lage. Nachdem wir einige Stunden im Schloss Schönbrunn und dem dazugehörigen Schlosspark verbracht hatten – HIER könnt ihr lesen, wie es uns dort gefallen hat – kam der Kuchenhunger. Normalerweise sind Cafés an solchen Orten, wie dem weltbekannten Schloss Schönbrunn, ja wahre Touristenfallen und hilflos überteuert. Das Café Residenz kostete aber kaum mehr als die bereits beschriebenen Cafés in der Wiener Innenstadt. Wir überlegten hin und her, ob wir einen der zu jeden vollen Stunde stattfindenden Apfelstrudel-Kurse mitmachen wollten, in dem man lernt, wie der für das Café Residenz typische Apfelstrudel hergestellt wird, hatten dann aber letztlich keine Lust zu warten. Für etwa 12,- € kann man die Führung mitmachen und den frisch gebackenen Apfelstrudel im Anschluss direkt mit einem Kaffee dazu essen. Ich tat genau das, nur ohne Führung. Himmlisch. Der Apfelstrudel war unfassbar lecker, ebenso wie die Himbeermousse-Torte von meinem Freund.

Apfelstrudel im Café Residenz

 

Food guide für Wien: Wiener Schnitzel
Wiener Wiaz Haus

Man würde ja meinen, dass Wien – das so berühmt ist – für sein Wiener Schnitzel vor Lokalen nur so wimmelt, in denen man ein gutes und typisches Wiener Schnitzel bekommt. Nämlich eines aus Kalb. Während der Begriff „Wiener Schnitzel“ in Deutschland geschützt ist und ein deshalb ein Schweineschnitzel nur „Wiener Art“ genannt werden darf, wurde die Suche nach einem originalen Schnitzel in Wien zum Spießroutenlauf. Entweder die Schnitzel bestanden aus Schwein, hießen aber Wiener Schnitzel, in den Restaurants wurde geraucht (für mich ein absolutes No-Go), oder die Restaurants waren zu.

Auf das Wiener Wiaz Haus traf dies zwar nicht zu, und trotzdem gelang es uns an beiden Abenden in der Stadt nicht einen Platz in diesem Lokal zu ergattern. Dabei ist es ein wahrer Geheimtipp. Nicht ganz im Stadtzentrum und insgesamt ziemlich klein, sieht es gleichermaßen urig und modern aus und bietet tolle Wiener Küche. Wir konnten jedoch nur traurig auf die Teller fremder Leute gucken und werden beim nächsten Besuch definitiv wieder versuchen einen Platz zu bekommen.

Schnitzelwirt

Vor dem Schnitzelwirt erwartete uns schon eine endlos lange Schlange an wartenden Gästen. Zum Glück mussten wir uns dort nicht anstellen, da im Schnitzelwirt nämlich kein echtes Wiener Schnitzel, also „nur“ die Schweine-Variante verkauft wird. Das wollte mein Freund nicht und wir zogen weitern. Der Schnitzelwirt ist aber super beliebt. Traut man den Empfehlungen von Freunden, Bekannten und dem Internet, gibt es dort das beste und günstigste Schnitzel in allerlei Variationen, wenn einem die Tierart egal ist.

Wiener Schnitzel im Café Bellaria

Café Bellaria

Wir strandeten schließlich im Café Bellaria. Ich bin ehrlich, die Einrichtung gefiel mir absolut nicht: Altbacken und so überhaupt nicht das, was ich vom hippen Wien erwarte. Aber der erste Eindruck täuscht. Nicht nur, dass während des gesamten Abends Livemusik am Klavier und der Geige gespielt wurde, auch ein Sänger trat auf. Zudem ist das Café Bellaria historisch nicht wenig bedeutsam und kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Es ist ein Restaurant für Künstler, Ausgangspunkt der damaligen Pferderennbahn und direkt am Museumsquartier. Das Wiener Schnitzel (19,- € teuer) war erstklassig und rundete unseren letzten Abend perfekt ab.


Habt ihr noch weitere Restaurants und Cafés, die man unbedingt in Wien besucht haben sollte? Kennt ihr meine Tipps des Food Guide für Wien?

 

Food Guide für Wien Food Guide für Wien Food Guide für Wien

4 Comments

  • Reply Laura 28. April 2018 at 19:58

    Das sieht alles wirklich super lecker aus! Ich war zwar noch nie in Berlin, aber es steht definitiv auf meiner Reiseliste. Am meisten freue ich mir auf den Kaiserschmarn 🙂
    Viele Grüße,
    Laura

    • Reply ANNI PASTEL 7. Mai 2018 at 17:59

      Mmmmh, jaaa, Kaiserschmarrn ist wirklich zum Sterben lecker 🙂

  • Reply Melina 2. Mai 2018 at 16:31

    ich lieeeebe im sommer das erich, ich finde da kann man so nett draußen sitzen. mag den platz auch total :)) aber eins muss ich an deiner liste bemängeln: das superfood deli fehlt :))))))) happy wed cutie 😉 xx

    • Reply ANNI PASTEL 7. Mai 2018 at 17:59

      Ich glaube, das stand sogar auf unserer Liste, aber war zu weit weg? Weiß ich gar nicht mehr, wieso wir dort nicht hingegangen sind 😀

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