Leben

Hallo Welt, ich lebe noch!

30. Oktober 2018

Es ist 13:25 Uhr, der zweite Dienstag in diesen so lang ersehnten Herbstferien 2018, und ich komme zum ersten Mal seit Monaten wieder dazu etwas für meinen Blog zu schreiben. Ich sitze im Warschauer Hauptbahnhof in einem Café, warte auf meine Freundin Viki und habe Lust, etwas zu schreiben. Wie lange ist das her, dieses Gefühl, etwas schreiben zu wollen? Den Kopf frei zu haben, um etwas zu schreiben. Oder überhaupt die Zeit? Ewig, so fühlt es sich an.

Also, was war los?

Was war also los, das dieses lange Fehlen rechtfertigt? Keine Sorge, keine Krankheit, nichts Schlimmes. Eigentlich ist nur das Leben dazwischen gekommen. Die Arbeit. Das Erwachsensein. Ich habe seit dem Schulwechsel im vergangenen Februar, nach dem Ende des Referendariats, keine vernünftige Work – Life – Balance gefunden. Das ist passiert. Der Perfektionist in mir kämpft mit meinem Ich, das dringend mehr Freizeit und weniger Stress braucht. Das Ich, das auch mal nur 80% vorbereitet und es einfach laufen lässt, versteckt sich. Oder ist vielleicht auch bisher überhaupt noch nicht geschlüpft. Puh, klingt alles dramatisch, nicht wahr? Dabei hat wohl jeder von uns manchmal diese Wochen, in denen man keinen Kopf für gar nichts hat.

Aber Gott sei Dank ist das alles hier, der Blog, Instagram und auch YouTube nur mein „Hobby“. Mein Ausgleich zum Alltag. Ohne Zwang, ohne Druck, ohne Verpflichtungen. Von daher ärgere ich mich zwar darüber, dass ich es so schleifen lasse, aber ich zwinge mich zu nichts.

Hallo Welt ich lebe noch

Zwischen Ferien und Schule

Was war nun also los, seit ich mich Ende Juli zum letzten Mal gemeldet habe, hier auf meinem Blog? Ich war viel unterwegs und habe die freien Wochenenden, die Sommerferien und jetzt die Herbstferien genutzt und bin gereist. Wer mich auf Instagram verfolgt, weiß das meiste. Wenigstens auf den Reisen war ich dort aktiv. Aber der Reihe nach: Nach unserem Bali – Urlaub im Juli (wozu ich HIER ja bereits einen ersten Blogbeitrag geschrieben habe; weitere sind seit Monaten geplant), ging es nach Rumänien und anschließend in die englischen Midlands. Dann begann das neue Schuljahr und damit kamen unheimlich viele neue Herausforderungen auf mich zu: Mehr Oberstufe, viel mehr verschiedene Kurse in sämtlichen Klassenstufen und letztlich auch noch ziemlich unvorbereitet die Klassenleitung einer Klasse.

Und jetzt sitze ich hier…

Dann stand Prag vor der Tür. Eine Kollegiumsfahrt. Und ich bin endlich nach Theresienstadt gefahren, wo ich doch schon so lange hinwollte. Auch in Breslau war ich nochmal und dann in den Herbstferien in Okzitanien. Toulouse, Bordeaux, und der ganze hübsche Süden. Erst vorgestern bin ich zurückgekommen. Und ja, damit sind wir wieder am Anfang: Ich sitze in einem Café am Warschauer Hauptbahnhof, warte auf meine Freundin Viki und freue mich auf eine weitere Woche Urlaub. Und habe endlich mal eine Stunde Zeit etwas für meinen Blog zu machen… Wer weiß, vielleicht bleibt es erstmal nur bei diesem Lebenszeichen. Vielleicht aber schaffe ich auch nun, all die vorgeplanten Posts zu schreiben. Warten wir es ab.

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